Gelungener Start unserer Stiftung – ein sehr herzliches … Dankeschön!!!
Wir können berichten: Nach der Anerkennung unserer gemeinnützigen Stiftung durch die Behörden haben wir nicht nur diese Website freigeschaltet, sondern uns in zwei verschiedenen Formen an unsere persönliche Öffentlichkeit gewendet:
Unsere persönliche Ansprache – analog und digital
Wir haben zum einen die Form der persönlichen Ansprache durch 120 postalische Briefe, versehen mit handschriftlichen persönlichen Anmerkungen für den jeweiligen Adressaten gewählt;
Darüber hinaus haben wir ein herzlich gefasstes Schreiben 224-mal in Mail Form versendet und darin auf unsere Website verwiesen.
Resonanz nach etwa 2 Monaten; Das alte Kulturgut hat immer noch die Nase vorn:
Resonanz auf die Briefe, 28 Rückmeldungen, 15 Spenden; Resultat bei digitaler Ansprache: 32 Reaktionen, bisher 4 Spenden.
Resonanz: Zahlen und Zwischentöne
Nun mag manch einer dieses bisherige Resultat mit „naja“ kommentieren, immerhin heißt das zum einen ja, dass ca. 75 Prozent unseres Kulturgutes und 85 Prozent der Mails keine Reaktion erfahren haben, zudem haben wir auch 3 geringschätzige bis abwehrende Stellungnahmen hinnehmen müssen – wir finden das Ergebnis dennoch großartig und bedanken uns sehr gern dafür, und zwar aus vier Gründen:
- Zum einen haben wir (mit Hilfe von KI) recherchiert und dabei erfahren, dass wir bisher statistisch zumindest auf dem Kulturgutweg sehr deutlich über den heutzutage zu erwartenden Ergebnissen liegen!
- Zum Zweiten ist uns klar geworden, dass ein vergleichbares Projekt in den 1950er-, 60er- oder 70er-Jahren vielleicht einen höheren Rücklauf erzielt hätte – nicht unbedingt, weil die Menschen „bessere“ oder „moralischere“ waren, sondern weil soziale Erwartungen, Bindungsgefüge und öffentliche Verständigung anders funktionierten. Was früher normativ geregelt war und selbstverständlich erschien, unterliegt heute einer individuellen Entscheidung. Gemeinsinn wird heute anders gelebt: freiwilliger, selektiver und oft projektbezogen.
- Zum Dritten sind möglicherweise auch psychologische Dynamiken wirksam und erklären, warum Menschen auf dieselbe Einladung ganz verschieden reagieren. Diesbezüglich können solche Faktoren wie Nähe und Distanz, persönliche Lebenssituation der Adressaten, Vergleich und Selbstbild oder auch die symbolische Bedeutung des Stiftungsgedankens eine Rolle spielen.
Zu berücksichtigen ist schließlich, was uns eine junge Naturwissenschaftlerin cool zu der schweigenden Mehrheit erklärt hat;
„Gleichgültigkeit – die Stiftung spricht sie (die Adressaten) nicht an, wird aber unabhängig von der Person des Gründers betrachtet – Schweigen ist daher nicht unhöflich, sondern die Konsequenz, sich damit nicht beschäftigen zu müssen“.
Was uns überrascht hat – und was wir daraus lernen
Wir haben – für uns selbst überraschend – gelernt: Wer uns begleitet, tut es freiwillig, nicht aus Pflichtgefühl oder wegen zurückliegender Verbundenheit.
Und das macht jede einzelne Geste – ob Spende, Gespräch oder wohlwollendes Schweigen – umso wertvoller. Deshalb laut: Großes Dankeschön – im Namen unserer Kinder in MD!
Unser Fazit: Dankbarkeit und neue Wege
Die gesellschaftlichen Entwicklungen werden auch künftig von Individualisierung, Unsicherheit und Polarisierung geprägt sein.
Gerade deshalb braucht es Orte, die Gemeinsinn im Kleinen ermöglichen – durch Begegnung, Dialog und Vertrauen. Unsere Stiftung möchte ein solcher Ort sein: nicht groß und perfekt, sondern einladend, lernbereit und offen für gemeinsame Wege.
Wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen – ob durch eine Idee, eine Geste oder einfach durch Interesse.
